Von der FDP wurde im Wahlkampf 2021 propagiert, Deutschland könne die Wärmewende weg von fossilen Energieträgern 1:1 mit Importen von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hin bekommen. Nach der Wahl wurde die These aber sehr schnell fallen gelassen, da diese These bei jeder Fachdiskussion sofort abgeschossen wurde. Die Erzeugerkette wäre durch den minimalen Wirkungsgrad im Vergleich mit einer Wärmepumpe so ineffizient und teuer, dass kein Mensch sich so eine Heizung leisten würde. Für einen sanierten Altbau würde der eingangs erforderliche Einsatz von Erneuerbaren bei 3.000 – 5.000 kWh mit Wärmepumpe liegen. Er steigt auf 23.000 kWh mit Wasserstoff im Power-to-Gas Verfahren, also das 5- bis 7-fache. Es ist also blanker Unsinn heute noch in Infrastruktur für Erdgas zu investieren. Ausnahmen sind nur dort begründbar wo kurzfristiger Ersatz für die unvermeidbare Nutzung von Gas her muss um drastische Wirtschaftskrisen zu vermeiden.

 

Quelle: Prof. Quaschning https://www.youtube.com/watch?v=GE28fyZC7_Y

Um einen Überblick zu gewinnen, wo Wasserstoff sinnvoll und notwendig eingesetzt werden wird und wo nicht kann man sich an dem Schaubild von Gregor Hagedorn orientieren.

Quelle: Gregor Hagedorn Twitter  https://twitter.com/wozukunft/status/1436681783920242696/photo/1

Düngemittel, Stahl und chemische Industrie sind alternativlose und zwingende Applikationen für Power-to-Gas mit Wasserstoff. E-Fuels im PKW Massenmarkt und Wasserstoff im Wärmemarkt sind wegen Unwirtschaftlichkeit und schlechtem Wirkungsgrad die dümmsten Anwendungen für Wasserstoff.

Solche Vorschläge kommen nur von Leuten, die bezahlte Propaganda verbreiten oder unglaublich dumm sind wie die Herren Dobrindt (CSU) und Laschet (CDU). Wie peinlich ist es denn wenn man wie Herr Laschet den Besitzer des wertvollsten Automobilkonzerns und Hauptentwickler des Elektroautos vor seiner neuen  Fabrik für Elektroautos im September 2021 fragt ob wir zukünftig Elektro- oder Wasserstoffautos fahren werden? Die Dummheit und/oder Dreistigkeit dieser Politiker ist kaum noch zu überbieten.